Projektübersicht

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Vor kurzem sagte eine Afghanin nach ihrer ersten Boxstunde: „Jetzt bin ich schon so lange in Deutschland und heute das erste Mal glücklich.“
Sport, für uns selbstverständlich, ist für geflüchtete Frauen und Mädchen etwas besonderes, da kulturell bedingt meist verwehrt. Wenn wir es aber schaffen, sie in geschütztem Rahmen heranzuführen, ist die Wirkung enorm: egal ob Radfahren, Schwimmen, Boxen oder Klettern – es gibt kaum einen besseren Weg zur Integration als die eigene Kraft zu entdecken!

Kategorie: Soziales Engagement
Stichworte: Flüchtlinge, Sport, Frauen, Integration
Finanzierungs­zeitraum: 22.06.2020 16:11 Uhr - 16.09.2020 23:59 Uhr
Realisierungs­zeitraum: Juni bis September 2020

Worum geht es in diesem Projekt?

Wir bieten Sportangebote für geflüchtete Frauen. In ihrer Heimat war es ihnen meist verboten, sie kommen ohne Vorkenntnisse, oft ohne Unterstützung von zuhause und ohne das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten. Sie an Sport heranzuführen ist eine riesige Herausforderung - die sich auf jeden Fall lohnt. Gemeinsam mit Münchner Freiwilligen bieten wir verschiedene sportliche Aktivitäten. Beinahe wöchentlich sehen wir: Frauen, die keinerlei Erfahrung haben und über sich hinauswachsen. „Ich bin so eine starke Frau!“ - dieses Ausruf kam von hoch oben einer Bergwand, die eine junge Syrerin erklettert hatte – nachdem sie noch Minuten davor angsterfüllt meinte: "das schaffe ich nie." Besonders nach der Zeit des Lockdowns sind unsere Aktivitäten extrem wichtig für die Frauen - viele haben ihre Gemeinschaftsunterkünfte wochenlang nicht verlassen.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Bei den meisten Sportprojekten werden nur geflüchtete Männer erreicht. Geflüchtete Frauen werden bei Integrationsangeboten oft übersehen. Wie in ihrer Heimat schon. Dabei steckt so viel Kraft und Wille in ihnen. Trotz der tragischen Schicksale, die sie mitbringen. Meist sind sie sich ihrer Kraft gar nicht bewusst. Wir helfen ihnen, ihre Stärke zu entdecken, Selbstbewusstsein aufzubauen, sich zu empowern,
größere Unabhängigkeit zu erreichen, Wege aus der Isolation zu finden.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Geflüchtete Frauen sind stärker gefährdet an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden als Männer, Kinder und Jugendliche. Wie bereits in ihren Herkunftsländern. Hier galten sie meist als Menschen zweiter Klasse, kulturell bedingt sind sie es nicht gewohnt, ihre Rechte einzufordern. Durch Sport zeigen wir ihnen, was in ihnen steckt. Sport hilft, die aktuelle Situation zu verbessern und wenn es nur darum geht, sich einmal richtig auszupowern, einmal kurzfristig alle Sorgen zu vergessen. Längerfristig hilft Sport bei der sozialen Integration, gibt den Frauen Mut und Selbstvertrauen. Besonders in der momentanen Situation ist Sport wichtiger denn je. Viele Frauen waren wochenlang auf ihre Unterkünfte beschränkt,

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Für einige unserer Aktivitäten benötigen wir Material, wie zum Beispiel Boxsäcke, Federballschläger, Bälle etc. Auch wächst unser Programm immer mehr, wir benötigen finanzielle Unterstützung bei der Organisation und Koordinierung. Und schließlich bekommt unser toller Boxlehrer etwas für seine Stunden. Hier fehlt uns noch ein Teil. Überschüssige Einnahmen werden in die Weiterentwicklung der Angebote gesteckt.

Wer steht hinter dem Projekt?

JUNO - eine Stimme für geflüchtete Frauen ist die 13. Einrichtung des Vereins für Fraueninteressen e.V. der seit über 125 Jahren in München daran arbeitet, für Frauen mehr Bildungschancen, gesellschaftliche und staatsbürgerliche Rechte zu schaffen.

Unsere Webseiten:
www.juno-munich.org
www.fraueninteressen.de