Projektübersicht

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Wir möchten den Komponisten und Musiker Eslon Hindundu aus Windhoek, Namibia ab Februar bis August 2021 nach Pasing einladen, um mit ihm ein Musiktheaterstück zu schreiben. Diese erste Projektphase steht ganz im Zeichen der Recherche und Aufarbeitung der problematischen Vergangenheit zwischen Namibia und Deutschland. Gemeinsam mit Schulen und Vereinen werden wir Installationen im öffentlichen Raum entwickeln und verschiedene Werkstattberichte aus der entstehenden Oper präsentieren.

Kategorie: Kunst und Kultur
Stichworte: Musiktheater, Namibia
Finanzierungs­zeitraum: 04.01.2021 15:56 Uhr - 31.03.2021 23:59 Uhr
Realisierungs­zeitraum: Frühjahr/Sommer 2021

Worum geht es in diesem Projekt?

Wir möchten den Komponisten und Musiker Eslon Hindundu aus Windhoek von Februar bis August 2021 nach Pasing/Obermenzing einladen, um mit ihm ein Musiktheaterstück zu schreiben. Diese erste Projektphase steht ganz im Zeichen der Recherche und Aufarbeitung der problematischen Vergangenheit zwischen Namibia und Deutschland. Bis 1919 war Deutsch-Südwest-Afrika eine der Kolonien, die das Deutsche Reich im Wettlauf mit den anderen europäischen Großmächten um die Welt besetzt und unterworfen hatte.

Dieses Thema wollen wir auf den gesamten Stadtteil ausweiten und über verschiedene kleinere Projekte darüber aufklären und informieren. Gemeinsam mit Schulen, Vereinen und Institutionen, wie u.a. die Pasinger Fabrik, werden wir Installationen im öffentlichen Raum entwickeln, Informationsmappen zusammenstellen und verschiedene Werkstattberichte mit Musik und Texten aus der entstehenden Oper präsentieren.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Unser Projekt richtet sich an Menschen jeden Alters aus der Region. Wir möchten weitläufig über die Geschichte zwischen Deutschland und Namibia informieren, um vor allem in Zeiten von #blacklivematters und den Einschränkungen durch Corona sich auf einander zu zu bewegen. Über Grenzen hinaus wollen wir uns mit Neugier an Kultur kontrovers und konstruktiv begegnen. Hierzu werden wir vor allem Workshops für Schulen anbieten, im öffentlichen Raum mit Installationen auf das Thema aufmerksam machen und im Sommer eine "Spurensuche" für Familien anbieten.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Bis heute sind die Spuren der deutschen Kolonialherrschaft in Namibia präsent und die großen Verbrechen, allen voran der Völkermord im Anschluss an den Herero-Aufstand 1904, im Land spürbar.

Es ist uns ein großes Anliegen, die Wunden, die die Deutschen der namibischen Bevölkerung zugefügt haben, mit einem kulturellen Projekt zu thematisieren und ins Bewusstsein zu rufen. Wir empfinden es als Chance und Herausforderung, in Zusammenarbeit mit einem namibischen Komponisten die deutsche Verantwortung für die damaligen Ereignisse in Erinnerung zu bringen.

Die gemeinsam mit Eslon Hindundu ins Leben gerufene Idee für ein Musiktheaterstück, für die er in Namibia bereits das Namibian National Symphony Orchestra, den National Arts Council of Namibia und das National Theatre of Namibia als Partner gewinnen konnte, bietet uns als Partner von deutscher Seite die unschätzbare Möglichkeit, an der Erinnerungskultur zwischen beiden Ländern zu arbeiten. Es wäre nicht nur für uns als Momentbühne, sondern sicherlich auch für den Stadtteil Pasing/ Obermenzing und die Stadt München eine große Ehre, dieses Projekt im Sinne der Völkerverständigung zu realisieren.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Bei erfolgreicher Finanzierung fließt das gesamte Geld ausschließlich in die Umsetzung der ersten Projektphase. In erster Linie finanzieren wir damit seinen Flug nach Deutschland, so wie die grundlegenden Lebenshaltungskosten. Außerdem möchten wir Ihn mit Fachleuten der einzelnen Bereiche Regie, Dramaturgie, Komposition und Bühnenbild zusammen bringen, um ihn von allen Seiten zu unterstützen. Für den Stadtteil werden wir außerdem gemeinsam mit Schulen Workshops kreieren, um vor allem die jüngere Generation für das Thema zu sensibilisieren. Des Weiteren werden wir im Sommer eine "Spurensuche" für Familien in Pasing anbieten, bei der man im Stadtteil die Installationen besichtigen kann und bei einem Spaziergang Informationen zur Kultur und Geschichte von Namibia erfährt.

Wer steht hinter dem Projekt?

Die im Mai 2020 als gemeinnütziger Theaterverein gegründete Momentbühne hat ihren Sitz in Pasing/Obermenzing. Wir kreieren ein vielseitiges Theaterprogramm und legen dabei einen Fokus auf Adaptionen der Weltliteratur und -geschichte, um sie in einem neuen und globalen Kontext auf die Bühne zu bringen. Wir hoffen damit einen kulturell relevanten und spannenden Beitrag für die freie Theaterszene in München zu leisten.