Projektübersicht

Rassismus begegnet uns im Alltag überall. Besonders geflüchtete Frauen sind davon betroffen, werden aber in unserer Gesellschaft nicht gehört. Gemeinsam mit ihnen möchten wir dazu beitragen, dass Vielfalt als Bereicherung, nicht als Bedrohung empfunden wird. Dazu bilden wir Frauen zu Anti-Diskriminierungs-Trainerinnen aus, die dann in TandemTeams (mit und ohne Migrationshintergrund) Trainings anbieten, mit dem Ziel, gesellschaftliche Schieflagen sichtbar zu machen und Diskriminierungen abzubauen

Kategorie: Bildung
Stichworte: Diskkriminierung, Teilhabe, geflüchtete Frauen, Integration
Finanzierungs­zeitraum: 04.05.2021 10:25 Uhr - 31.07.2021 23:59 Uhr
Realisierungs­zeitraum: Sommer/Herbst 2021

Worum geht es in diesem Projekt?

Das Vorhandensein von Vielfalt in unserer Gesellschaft bedeutet nicht automatisch gelungene soziale Inklusion, das merken wir und unsere Teilnehmerinnen täglich. Vorurteile wirken bewusst, sehr oft aber auch unbewusst. Gemeinsam mit unseren geflüchteten Frauen haben wir beschlossen, hier aktiv zu werden. Dazu haben wir uns gefragt: wie bewegt man Menschen, ihre Einstellungen zu hinterfragen? Was können wir dazu beitragen, dass weniger Menschen Rassismus und Diskriminierung erfahren, sich sicher fühlen und Vielfalt als selbstverständlicher und Bereicherung empfunden wird? Durch die Ausbildung zu Anti-Diskriminierungs-Trainerinnen ermächtigen wir unsere geflüchtete Frauen, den Diskurs mitzugestalten, auf gesellschaftliche Schieflagen hinzuweisen. Aufbauend darauf konzipieren wir Workshops und Trainings zur Reflexion von rassistischen Vorurteilen und struktureller Diskriminierung und ermöglichen den Workshopteilnehmer:innen, die eigene Perspektive zu wechseln und eigene Denkmuster zu hinterfragen.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Ziel ist es, zum einen unseren Dialog in die Gesellschaft zu tragen und geflüchtete Frauen zu empowern, ihre Stimme zu erheben, gehört zu werden. Nach der Ausbildung zur Anti-Diskriminierungs-Trainerinnen möchten wir anschließend durch Workshops (an Schulen, in Unternehmen, in sozialen Einrichtungen etc.) die Sensibilität für Diskriminierung in der Gesellschaft schärfen, sowie die Workshop-Teilnehmer:innen sowohl zum Nach- und Umdenken als auch zum Handeln anregen.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Mit unserem Projekt möchten wir verdeutlichen, wie positiv Vielfalt für unsere Gesellschaft ist. Es geht darum, vorurteilsbewusst mit Diversität umzugehen und auf der Grundlage von Gemeinsamkeiten aktiv an einer gesellschaftlichen Veränderung zu arbeiten. Da uns Alltagsrassismus überall begegnet - im Bus, beim Einkaufen, in Behörden, in der Schule etc. - profitieren wir als Gesellschaft im Ganzen daran, wenn wir unser Verhalten refelktieren lernen. Auch zeigen wir unseren Teilnehmer:innen, dass sie etwas bewirken können, ihre Stimme zählt. Frauen, die in ihren Heimatländern meist nicht gehört wurden, als Menschen zweiter Klasse galten.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das Geld wird genutzt, um die Ausbildung zur Anti-Diskriminierungs-Trainerinnen mitzufinanzieren. Falls es überfinanziert ist, wird das Geld in die weitere Projektkoordination gesteckt (z.B. Workshopkonzeption und -umsetzung).

Wer steht hinter dem Projekt?

JUNO - eine Stimme für geflüchtete Frauen.
Wir vernetzen geflüchtete und einheimische Frauen und unterstützen geflüchtete Frauen dabei, hier ein neues, selbständiges Leben aufzubauen. JUNO ist eine Einrichtung des Vereins für Fraueninteressen e.V., der sich seit über 125 Jahren für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an der Gesellschaft einsetzt.